IMBOLC - MARIÄ LICHTMESS

Imbolc , das keltische Fest, datieren wir auf den 1. Februar 
das christliche Mariä Lichtmess auf den 2. Februar

Lichtmess ist eine Zeit der Reinigung . Das Leben in winterlicher Enge und Dunkelheit neigt sich dem Ende zu. Das Abklingen der Kälte und die Hoffnung auf den ersehnten Frühling trieb früher die Menschen dazu, sich, ihre Wohnräume und ihr Vieh einer Reinigung zu unterziehen. Es ging nicht um Abwaschen sondern deren Schmutzes, sondern um die Reinigung von negativen Kräften, von Aufladungen mit belastenden Energien.

Dazu wurde Mensch und Vieh mit Reisigbündeln aus Hasel-, Weiden- und  Birkenzweigen abgestrichen. Auch das Räuchern  mit reinigenden Kräutern für Menschen, Vieh und für die Wohnräume und Ställe  gehören dazu.

Da (keltische) Imbolc stand unter dem Segen der Schutzgöttin Brigid. In ihrer sich  wandelnden Gestalt erkennen wir noch das Bild der dreifaltigen Göttin (Marko Pogacnik, Die Landschaft der Göttin)  der weißen, der roten und der schwarzen Göttin. Diese Göttin(en) finden wir  auch im keltischen Raum wieder als die 3 Bethen und später infolge der  Christanisierung als die heiligen 3 Madln. Mit dem Imbolcfest beginnt die jährliche Wandlung der Göttin(en). Die  dunkle Hag, die Hüterin der Unterweltmysterien wandelte sich zur Frühlings- und  Fruchtbarkeitsgöttin Birgid. Die Gaben der Göttin an die Natur und an die  Menschen waren Heilkraft, Feuerkraft und Inspiration.

Die Rituale zum Winteraustreiben finden gewöhnlich Anfang Februar statt und mit dem  Lichtmess-Fest in der Mitte des Winters. Den Sagen und Mythen nach wird am 1. Februar der heiligen Brigid gedacht, welche die Gabe hatt, das Unsichtbare ins Sichtbare zu wandeln, so wie es momentan um uns herum geschieht. Das Aufkeimen der Natur, das Erwachen der Frühlingskräfte bedeuten auch für den Menschen den Beginn seiner schöpferischen Phase. Die dunkle Zeit, die mit dem Allerseelen-Fest Anfang November begonnen hatte, endet jetzt. Überall macht Aktivität sich breit, es ist die Zeit der Umzüge und Prozessionen. (Auch der  Fasching gehört dazu.)

Wie können wir diese Zeitenqualität  umsetzen?

Diese  Zeitqualität der Wandlung, der Reinigung und der Erneuerung könnt ihr auch in  Verbindung mit dem Räuchern erleben: Wir atmen die Heilkraft der Kräuter, Harze und Hölzer, die feurige Lebenskraft und Inspiration ein und lassen sie durch uns fließen.

Ein besonders schöner Lichtmess-Brauch sind die mehr oder weniger großen Kerzenkreise, die aus den Kerzenresten der dunklen Zeit hergestellt werden - das Alte geht ein in das Neue. Ob mit einer handvoll Kerzen auf dem Wohnzimmertisch oder einigen Hundert nachts auf einer Wiese - stets verbreitet der Lichterkreis eine behagliche und sinnliche Atmosphäre.

Wir  wünschen Euch eine gesegnete und helle Zeit!